zur Übersicht

Regierung plant für Azubi-Schutzschirm 700 Mio. Euro ein

18. 03. 2021 | Redaktion | Kategorien: Ausbildung, Arbeitsmarkt | TAGs:

Regierung plant für Azubi-Schutzschirm 700 Mio. Euro ein

Die Bundesregierung will ausweislich ihrer Kabinettsvorlage die betriebliche Ausbildung in der Corona-Pandemie mit etwa 700 Millionen Euro unterstützen. "Wir müssen verhindern, dass die Covid-19-Krise zu einer Krise für die berufliche Zukunft junger Menschen und der Fachkräftesicherung wird", heißt es in Eckpunkten für ein Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern", aus denen die Nachrichtenagentur Reuters zitiert.

Neben einer Verdoppelung der Ausbildungsprämie auf bis zu 6.000 Euro sieht der Entwurf auch neue Zuschüsse zu Prüfungsvorbereitungskursen und einen neuen Lockdown-II-Sonderzuschuss von 1.000 Euro für Kleinstbetriebe vor.

Betriebe, die trotz Corona-Krise im Ausbildungsjahr 2021/22 keine Lehrstellen abbauen, sollen 4.000 Euro erhalten. Für Betriebe, die ab Juni sogar mehr Auszubildende als im Durchschnitt der drei Vorjahre einstellen, soll sich der Zuschuss auf 6.000 Euro erhöhen; dann sollen auch Betriebe mit bis zu 499 Beschäftigten die Prämie erhalten. Auch für Betriebe, die Kurzarbeit für Auszubildende vermeiden, soll es Zuschüsse geben.

Erstmals sollen nun auch Zuschüsse für die Vergütung der Ausbilder gezahlt werden. Bei der Übernahme von Lehrlingen aus insolventen Betrieben wird ebenfalls eine Prämie gezahlt. Ausgeweitet wird auch die Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung für Unternehmen, deren Betrieb pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Einschränkungen betroffen ist.

Arbeitsminister Heil hatte zuletzt zu einem "Jahr der Ausbildung" aufgerufen, weil als Folge der Corona-Pandemie ein deutlicher Rückgang der Zahl der neuen Ausbildungsverträge befürchtet wird. Von Oktober 2020 bis Februar 2021 meldeten sich laut Bundesagentur für Arbeit 40.000 weniger Lehrstellensuchende als im selben Vorjahreszeitraum. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen sei um 37.000 geringer.