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Qualitätssicherung und -entwicklung in der beruflichen Bildung

13. 05. 2019 | Sarah Reis | Kategorien: Ausbildung, Studium, Berufe, Arbeitsmarkt, Weiterbildung, Bildung | TAGs:

Qualitätssicherung und -entwicklung in der beruflichen Bildung

Eine hohe Qualität der beruflichen Bildung ist die Voraussetzung für ein gutes Abschneiden im globalen Wettbewerb. Auf nationaler Ebene wurde dem Thema ebenfalls ein hoher Stellenwert eingeräumt. Der Gesetzgeber beauftragte die Landesausschüsse sowie die Berufsbildungsausschüsse bei den zuständigen Stellen damit, auf die stetige Entwicklung der Qualität der beruflichen Bildung hinzuwirken.

 

Das deutsche Berufsbildungssystem genießt auf den Arbeitsmärkten ein hohes Ansehen. Die im europäischen Vergleich geringe Jungendarbeitslosigkeit wird als Indikator für die positiven Wirkungen des dualen Systems gewertet.Trotz dieser hohen Reputation sollte berücksichtigt werden, dass der demographische Wandel und die Tendenz zu höheren Bildungsabschlüssen die berufliche Bildung unter Druck setzt. Auf der einen Seite entscheiden sich Jugendliche immer häufiger für die Aufnahme eines Studiums und auf der anderen Seite haben Betriebe immer größere Probleme, geeignete Bewerber für ihre Lehrstellen zu rekrutieren. Somit steigt die Zahl unbesetzter Ausbildungsplätze. Es besteht die Gefahr, dass Betriebe sich weiter aus dem dualen System zurückziehen und sich der Fachkräftemangel verschärft.

 

Vor diesem Hintergrund gilt es, die Attraktivität der beruflichen Bildung zu erhalten und zu stärken. Dabei fällt dem Faktor „Qualität der beruflichen Bildung“ und der Frage, wie diese gesichert und entwickelt werden kann, eine zentrale Rolle zu. Spezifisch für das hiesige Berufsbildungssystem ist, dass Deutschland über verbindliche Strukturen und Standards verfügt, die der landesweiten Sicherstellung von Qualität in der beruflichen Bildung dienen.