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Firmen auf Nachwuchssuche

04. 11. 2019 | Redaktion | Kategorien: Ausbildung, Studium, Berufe, Schule | TAGs:

Firmen auf Nachwuchssuche
©Fotolia

Die deutsche Wirtschaft hat ein großes Problem: Obwohl Jugendliche in handwerklichen Berufen gutes Geld verdienen können und einen sicheren Job finden könnten, gibt es gerade im Handwerk und in der Metall- und Elektro-Industrie schon seit 2011 mehr gemeldete offene Stellen als passend qualifizierte Arbeitslose. Diese Berufe werden von Arbeitsmarktforschern als Mangelberufe bezeichnet. Seit 2011 hat die Bewerberzahl in Mangelberufen um nur 26 Prozent zugelegt, bei neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen in diesen Berufen betrug das Plus sogar nur 18 Prozent. Damit stieg die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen auf mehr als 5000.

Grund dafür ist, dass die Wünsche der Auszubildenden nicht mit dem Bedarf des Marktes übereinstimmen. In den Berufen ohne Fachkräfte-Engpass gab es 2018 etwa 23.800 mehr Bewerber als passende Ausbildungsplätze. Viele Jugendliche blieben deshalb unversorgt, hätten aber in einem Mangelberuf sicher einen Ausbildungsplatz bekommen können. Dort gab es fast 16.600 mehr Stellen als Bewerber.

Jugendliche müssen also besser über Ausbildungsberufe informiert werden, die nicht nur ihren Wünschen entsprechen, sondern auch den Bedürfnissen der Wirtschaft. Häufig gibt es Alternativen zu den Wunschberufen, die bessere Perspektiven für die Zukunft bieten.