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Fachkräftemangel bei Hochqualifizierten über Vorkrisenniveau

21. 06. 2021 | Redaktion | Kategorien: Arbeitsmarkt | TAGs:

Fachkräftemangel bei Hochqualifizierten über Vorkrisenniveau
Die Corona-Krise hat zu einem Nachfrageeinbruch am Arbeitsmarkt geführt. Seit Mitte letzten Jahres steigt die Fachkräftelücke jedoch bereits wieder an, vor allem bei Hochqualifizierten: Hier fehlen seit Mai 2021 bereits wieder mehr Fachkräfte als vor der Krise. Langfristig rückt jedoch der Mangel an Fachkräften mit Ausbildung in den Fokus.

Das sind die Ergebnisse einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft. Verglichen mit Februar 2020 (Indexwert: 100) stieg der Wert im Mai dieses Jahres auf 101,3 Prozent. Bei Arbeitskräften mit Ausbildungsniveau beträgt die Fachkräftelücke dagegen 67,4 Prozent des Vorkrisenniveaus. Bei Meistern, Technikern und Bachelorabsolventen sind es 90,2 Prozent. Ein Grund für die Unterschiede zwischen den Gruppen könnte den Forschern zufolge sein, dass Hochqualifizierte öfter zu Hause arbeiten können. „Dieser Effekt dürfte nach der Corona-Pandemie jedoch nach und nach entfallen“, schrieben die Autoren.

Zusätzlich führt die Pandemie aktuell zu deutlich weniger Bewerbern am Ausbildungsmarkt (BA, 2021). Nach einem Rückgang von 8 Prozent im letzten Ausbildungsjahr sind bis Mai 2021 noch einmal 9 Prozent weniger Bewerber zu verzeichnen. Als Grund dafür sehen die Autoren die erschwerten Möglichkeiten der Berufsorientierung, da viele traditionelle Angebote wie Unterrichtsbesuche, Praktika oder Ausbildungsmessen nicht vor Ort stattfinden konnten. Dieser Bewerberrückgang dürfte den Mangel an beruflich Qualifizierten künftig weiter verschärfen.

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