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Das „Internet of Things“ in der Industrie 4.0

06. 05. 2020 | Redaktion | Kategorien: Sonstiges | TAGs: Industrie 4.0

Das „Internet of Things“ in der Industrie 4.0
© geralt / pixabay.com

Das „Internet of Things“ macht die Industrie 4.0 überhaupt erst möglich. Doch was genau versteht man unter dem Begriff und wie verändert das Internet der Dinge die moderne Produktion?

Unser Beitrag zum Internet der Dinge im Überblick:


Internet of Things – eine Definition

Das „Internet of Things“, zu deutsch „Internet der Dinge“, bezeichnet die zunehmende Vernetzung von Objekten, Alltagsgegenständen und Maschinen untereinander sowie mit dem Internet. Ausgestattet mit Prozessoren und Sensoren sind sie in der Lage, miteinander zu kommunizieren.

Das Internet der Dinge in unserem Alltag

Das Internet der Dinge ist bereits Teil unseres Alltags. Intelligente Lautsprecher, mit denen sich weitere Geräte steuern lassen oder Einkäufe online getätigt werden können, zählen ebenso dazu, wie Fitnesstracker. Vernetzt mit einer Smartphone-App erinnern sie den Nutzer daran, sich mehr zu bewegen. Und natürlich das „Smart Home“ – Kühlschränke, die automatisch nachbestellen, wenn sie leer sind oder ein WLAN-Thermostat, das aus den Nutzungsmustern lernt und die Heiztemperatur entsprechend steuert. Weitere Beispiele aus unserem Alltag sind Assistenzsysteme im Auto, das Navigationssystem oder die Paketverfolgung, die genau anzeigt, wo das Päckchen zuletzt gescannt wurde und in welchem Zeitfenster es ankommt.

Die Zukunft könnte noch smarter sein. Vernetzte medizinische Geräte wie implantierte Herzschrittmacher retten dann Leben, indem sie in bedrohlichen Situationen Notdienste alarmieren. Staus gehören aufgrund intelligenter Vernetzung der Vergangenheit an. Alles ist mit allem vernetzt.

Das Internet der Dinge in der Industrie

Das Internet der Dinge macht die Industrie 4.0 überhaupt erst möglich. In einer „Smart Factory“, einer intelligenten Fabrik, sind Maschinen, Bauteile und Geräte miteinander und mit dem Internet vernetzt. Sie steuern die Produktion selbst, indem sie Informationen austauschen. Intelligente Produkte führen etwa mit Hilfe von RFID-Chips Daten über Betriebs- und Produktzustände mit sich. Schon der Rohling eines Produktes kann so zum Beispiel den Maschinen selbstständig mitteilen, welche Form er haben muss oder in welcher Farbe er lackiert werden soll. Er kann sich so selbstständig durch die Produktion bewegen. Sensoren an den Maschinen lesen den Chip aus und die Produktion läuft automatisch ab, ohne dass jeder einzelne Schritt begleitet werden muss.

Weiterführende Informationen zur Industrie 4.0 und den Ausbildungsberufen finden Sie auch auf unserer Themenseite "Fit für die Industrie 4.0".

Die Vorteile der Nutzung des Internets der Dinge in der Industrie 4.0:

  • Optimale Auslastung

Die Produktion lässt sich deutlich optimieren, denn sie kann exakt an den jeweiligen Bedarf angepasst werden.

  • Transparenz

Das Internet der Dinge macht sämtliche Produktionsschritte in der Industrie 4.0 messbar. 

  • In-Time-Produktion

Lager können immer kleiner werden, denn dank der Automatisierung kann entsprechend der Nachfrage produziert werden.

  • Schnelle Produktionsanpassung

Unternehmen können schnell und flexibel auf die rapiden Veränderungen des Marktes reagieren. Auch individualisierte Produkte können leichter hergestellt werden.

  • Individuelle Produktion

Durch die Datenmitführung können Produkte viel individueller gestaltet werden, ohne dafür mehr zu kosten.