Der erste Tag als Auszubildende(r)

Mit dem ersten Tag der Ausbildung beginnt für Ihr Kind ein neuer Lebensabschnitt. Bei der Vorbereitung darauf können Sie es unterstützen.

So bereiten Sie sich vor

In der Checkliste für den ersten Ausbildungstag haben wir alle wichtigen Informationen für Sie zusammengefasst.

Informieren Sie sich gemeinsam

Setzen Sie sich schon vor dem Ausbildungsstart mit Ihrem Kind zusammen und sammeln Sie Informationen über den Betrieb. Wie viele Mitarbeiter und andere Azubis gibt es? Welche Produkte werden hergestellt und wer sind die Kunden? Welchen Eindruck hatte Ihr Kind im Vorstellungsgespräch von seinen Gesprächspartnern und dem Arbeitsklima? Hat Ihr Kind seine/n Ausbilder/in vielleicht sogar schon kennengelernt? So ist Ihr Kind vorbereitet und kann sich sicherer fühlen.

Pünktlich sein!

Die goldene Regel für den ersten Ausbildungstag lautet: Pünktlich sein! Unterstützen Sie Ihr Kind, indem Sie vorher schon einmal gemeinsam den Weg zur neuen Arbeitsstätte fahren oder gehen. So stellen Sie sicher, dass Ihr Kind auch am ersten Tag pünktlich ankommt.

Ersten Überblick verschaffen

In den ersten Tagen kann Ihr Kind erst einmal beobachten: Wie verhalten sich die neuen Kollegen, welche Kleidung tragen sie und wer kommt mit wem gut aus? So kann es sich einen Überblick verschaffen und sich daran orientierten.

Fragen, fragen, fragen!

Gerade in der Anfangszeit gibt es bestimmt viele Dinge, die Ihr Kind noch nicht weiß oder noch nicht direkt versteht. Deshalb gilt: Keine Scheu vor falschen Fragen! Schließlich zeigt dies das Interesse Ihres Kindes.

Notizen machen

Da Ihr Kind sehr viel Neues lernen wird, hilft es, sich am Anfang alles Wichtige zu notieren. Dies hilft außerdem später auch dabei, das Berichtsheft zu führen. Übrigens: Auch wer freiwillig seine Hilfe anbietet, wenn er mit den zu erledigenden Aufgaben schon fertig ist, macht einen guten Eindruck!

Diese Unterlagen braucht Ihr Kind am ersten Tag

Am ersten Ausbildungstag muss Ihr Kind folgende Unterlagen mitbringen:

  • Informationen zur Krankenversicherung. Als Azubi ist Ihr Kind nicht mehr wie bisher über Sie mitversichert. Deshalb sollte es so früh wie möglich eine Krankenversicherung auswählen. Am ersten Tag nimmt Ihr Kind dann am besten seine Versichertenkarte oder eine Kopie mit, denn darauf stehen alle wichtigen Informationen.
  • Sozialversicherungsausweis. Sobald Ihr Kind eine Krankenversicherung abgeschlossen hat, erhält es auch einen Sozialversicherungsausweis. Die Sozialversicherungsnummer benötigt das Unternehmen ebenfalls am ersten Tag.
  • Die Steueridentifikationsnummer. Die bisherige Lohnsteuerkarte wird 2013 durch die elektronische Lohnsteuerkarte abgelöst. Dafür benötigt der neue Arbeitgeber die Steueridentifikationsnummer. Falls Ihr Kind diese noch nicht kennt, kann es die Nummer beim Bundeszentralamt für Steuern beantragen.
  • Eine Bankverbindung. Schließlich überweist das Unternehmen die Ausbildungsvergütung monatlich. Am ersten Tag sollte Ihr Kind Kontonummer, Bankleitzahl und Namen der Bank parat haben. Vergleichen Sie am besten die Angebote verschiedener Banken - für Azubis fallen in der Regel keine Kontoführungsgebühren an.
  • Eine ärztliche Bescheinigung. Jugendliche unter 18 Jahren müssen schon vor Ausbildungsstart eine ärztliche Bescheinigung vorlegen. Hier ist der Hausarzt die richtige Adresse, der bescheinigt, dass von ärztlicher Seite keine Bedenken gegen die Berufsausbildung bestehen.
  • Abschlusszeugnis der Schule. Hat Ihr Kind sein Abschlusszeugnis schon dem neuen Arbeitgeber ausgehändigt? Wenn nicht, sollte es auch dies am ersten Ausbildungstag mitbringen.

Worüber Ihr Kind sich außerdem informieren sollte

Haftpflichtversicherung

Wenn Sie eine private Haftpflichtversicherung haben, prüfen Sie, ob Ihr Kind dort während seiner Ausbildung mitversichert ist. Andernfalls sollte es selber eine private Haftpflichtversicherung abschließen. Diese übernimmt die Kosten für Schäden, die Ihr Kind aus Unachtsamkeit einem anderen Menschen oder Sachen zufügt.

Vermögenswirksame Leistungen

Viele Arbeitgeber bieten vermögenswirksame Leistungen an - das sind Sparbeträge, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer anlegt. Motivieren Sie Ihr Kind, seinen Arbeitgeber danach zu fragen.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte man am besten abschließen, solange man noch jung und gesund ist. Sie hilft dann, wenn Ihr Kind wegen einer Krankheit den Beruf nicht mehr ausüben kann. Vergleichen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind verschiedene Angebote und lassen Sie sich beraten.

Ticket für Bus und Bahn

Als Azubi und Berufsschüler/in kann Ihr Kind das Monatsticket meist zu einem ermäßigten Preis bekommen. Kümmern Sie sich rechtzeitig darum, sodass das Ticket zum Ausbildungsstart schon vorliegt.

Ansprechpartner während der Ausbildung

Während der gesamten Ausbildung steht der Ausbilder oder die Ausbilderin Ihrem Kind als Ansprechpartner/in zur  Seite. Sollte es hier einmal Probleme geben, dann helfen die Berufsberater im Berufsinformationszentrum (BIZ) oder die Ausbildungsberater der Industrie- und Handelskammern weiter. Zweifelt Ihr Kind generell an der Ausbildung, kann hier auch geklärt werden, ob ein Ausbildungswechsel infrage kommt.

Generell sind Sie natürlich der wichtigste Ansprechpartner / die wichtigste Ansprechpartnerin für Ihr Kind! Während der gesamten Ausbildung benötigt es Ihre Unterstützung, Motivation und Ihren Rat.