Industrie 4.0

Ob Datenchips oder neue Software: In der Industrie 4.0 läuft die Produktion automatisch und intelligent ab. Um hier innovations- und konkurrenzfähig zu sein, müssen auch die Berufe mit der Zeit gehen. Die Metall- und Elektro-Industrie hat als eine der ersten Branchen auf diesen Umbruch reagiert und ihre Ausbildung modernisiert.

Die neue Arbeitswelt


Der Begriff „Industrie 4.0“ steht für die Verwendung modernster Informations- und Kommunikationstechniken in der Produktion. Technische Grundlage hierfür sind intelligente und vernetze Systeme. Darüber tauschen Maschinen und Bauteile selbständig Informationen aus und optimieren so die Produktion durch die direkte Zusammenarbeit von Mensch und Maschine.

Industrie 4.0 ist aber nicht nur ein weiterer Schritt in der Automatisierung und digitalen Vernetzung. Vielmehr verbinden sich damit auch Umbrüche, die Einfluss auf die Arbeit und Ausbildung in der Industrieproduktion haben. Die Metall- und Elektro-Industrie hat diese Veränderung erkannt und ihre Ausbildungen gezielt auf die Industrie 4.0 zugeschnitten.

Berufe 4.0




Die Digitalisierung in der Industrie hat den großen Vorteil, dass der Mensch nicht mehr jeden kleinsten Produktionsschritt begleiten muss. Dafür müssen die Fachkräfte von morgen andere Schlüsselqualifikationen mitbringen. Um auf die Anforderungen der Digitalisierung reagieren zu können, wurden diese elf Berufe modernisiert:

Was wird erneuert?

In den Ausbildungsordnungen werden neue Inhalte zur Digitalisierung und Vernetzung prominent verortet. Es werden gemeinsame Inhalte für alle Berufe eingeführt. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Datensicherheit und -analyse
  • informationstechnologische Auftragsabwicklung und Terminverfolgung
  • Recherche in Clouds und Netzen und digitalen Lernmedien
  • informationstechnische Schutzziele
  • mobile Datenträger und Maßnahmen gegen Schadsoftware
  • Assistenz-, Diagnose- oder Visualisierungssysteme [digitaler Zwilling]
  • Arbeit in interdisziplinären Teams
Auch die schulischen Lerninhalte im theoretischen Teil der Ausbildung werden entsprechend angepasst. Was bedeutet Datenschutz? Wie gehe ich verantwortungsvoll mit Social Media um?

Zusatzqualifikation



Neben den integrativen Erneuerungen können Auszubildende aus sieben optionalen Zusatzqualifikationen wählen. Für die Metallberufe gibt es folgende Bereiche:

  • additive Fertigungsverfahren (3D-Druck)
  • IT-gestützte Anlagenänderung
  • Prozessintegration
  • Systemintegration

Für die Elektroberufe gibt es folgende Bereiche:

  • digitale Vernetzung
  • IT-Sicherheit
  • Programmierung

Auch die Mechatroniker/innen können sich in allen Bereichen, die für die Elektroniker/innen gelten, sowie dem additiven Fertigungsverfahren ausbilden lassen.

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