M+E - Der Motor der Wirtschaft

Produkte „made in Germany“ sind international gefragt. Autos, Flugzeuge, Mikrochips für Computer oder feinmechanische Erzeugnisse aus der medizinischen oder optischen Industrie sind aus dem heutigen, modernen Leben nicht mehr wegzudenken. Der Schwerpunkt der M+E-Industrie liegt vor allem im Bereich der Investitionsgüter wie Maschinen oder Anlagen.

Die fünf größten Branchen 2014 nach Zahl

  • Maschinenbau: 1.030.000 Beschäftigte
  • Automobilindustrie: 859.000 Beschäftigte
  • Metallverarbeitung: 561.000 Beschäftigte
  • Elektrotechnik: 518.000 Beschäftigte
  • Feinmechanik, Optik, Uhren: 171.000 Beschäftigte
Insgesamt erwirtschafteten die M+E-Unternehmen 2014 einen Umsatz von mehr als 1.000 Milliarden Euro. Neben den großen Hersteller und den hoch spezialisierten Nischenanbietern sind die Unternehmen eher mittelständisch geprägt, denn 71 Prozent der Betriebe haben nur maximal 100 Mitarbeiter. Lediglich zwei von hundert Firmen beschäftigen mehr als 1.000 Mitarbeiter.

Die Branchen der M+E-Industrie

Hier erhalten Sie einen Überblick über die Branchen der M+E-Industrie mit Verlinkung zu den jeweiligen Fachverbänden:

Automobilindustrie

Automobilindustrie

Die Automobilindustrie die zweitgrößte Industriebranche nach dem Maschinenbau. Zu ihr zählen die großen Automobilfirmen und Zuliefererbetriebe. Sie entwickeln, konstruieren und fertigen Einzelteile, wie Getriebe aber auch ganze Systeme zum späteren Einbau in die Kraftfahrzeuge.

Zum Verband der Automobilindustrie (VDA)


Elektrotechnik und Elektroindustrie

Elektrotechnik

Die Elektroindustrie ist eine der größten Exportbranchen Deutschlands. Sie sorgt dafür, dass Geräte und Anlagen elektrische Energie erzeugen, umwandeln und verteilen und dass wir den Strom mit den elektrischen Geräten vielseitig verwenden können. Ihre Unternehmen kommen u.a. aus den Bereichen Hausgeräte, Unterhaltungselektronik, Lichttechnik, Sicherheitssysteme. Aber auch die Nanotechnologie und Chip-Produktion sind hier angesiedelt.

Zum Zentralverband Elektrotechnik und Elektroindustrie (ZVEI)

Maschinen- und Anlagenbau

Maschinen- und Anlagenbau

Der Maschinenbau ist der beschäftigungsstärkste Arbeitgeber in Deutschland. Er ist mittelständisch geprägt und exportorientiert. Mit einem Anteil von 55 Prozent ist Europa der wichtigste Markt für deutsche Maschinen. Im Gegensatz zur Automobilindustrie werden hier oft individualisierte Einzelstücke gefertigt.

Zum Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)

Metallverarbeitung

Metallverarbeitung

Die Produkte der Eisen-, Blech- und Metallwaren und der Stahlverformung begegnen uns im täglichen Leben. Dazu gehören z.B. Schrauben und Federn, die für andere Wirtschaftszweige hergestellt werden, aber auch fertige Waren, wie etwa Bestecke oder Möbel. Hinzu kommen sogenannte Halbzeuge - Produkte, die später noch einmal bearbeitet werden, wie Rohre, Drähte oder Stahlbänder.

Zur WirtschaftsVereinigung Metalle (WVM)

Feinmechanik, Optik, Uhren

Feinmechanik, Optik, Uhren

Die Branche Feinmechanik, Optik und Uhren steht für mehr als 30.000 verschiedene Produkte aus den Bereichen Augenoptik, Foto- und Videotechnik, Optik- und Labortechnik, Mess- und Automatisierungstechnik und Medizintechnik. Sie befasst sich mit der Herstellung feinmechanischer, elektrischer, optischer und anderer Geräte.

Zu SPECTARIS - Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien 

Ziehereien und Kaltwalzwerke

Ziehereien und Kaltwalzwerke verarbeiten Metalle wie Stahl, Aluminium oder Kupfer. Sie werden hier zu sehr dünnen Drähten oder Blechen verarbeitet. Die Produkte - vor allem Bleche - finden häufig in der Automobilindustrie Verwendung oder in der Metallverarbeitenden Industrie.

Zum Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM)

Nichteisen-Metallerzeugung

Unter Nichteisenmetallen versteht man alle Metalle sowie Metall-Legierungen, deren Anteil an Reineisen (FE) 50 Prozent nicht übersteigt. Die Nichteisen-Metallindustrie arbeitet mit den Werkstoffen Aluminium, Kupfer, Zinn, Blei und den Edelmetallen Gold, Silber und Platin. Nichteisen-Metalle kommen in vielen Bereichen zum Einsatz, z.B. in verzinkten Autokarosserien oder Bauelementen aus Stahl, Aluminium in der Automobilindustrie oder im Schienen- oder Luftfahrzeugbau oder Kupfer in Drähten und Kabeln.

Luft- und Raumfahrtindustrie

Luft- und Raumfahrtindustrie

Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie gilt weltweit als Hightech-Industrie und Technologieführer. Sie ist zu einem wesentlichen Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft geworden. Die deutsche Luftfahrtindustrie ist an der Entwicklung und Fertigung der Airbus-Flugzeuge beteiligt und steht für eigene Entwicklung und den Bau von Transport- und Kurzstreckenflugzeugen, Hubschraubern, aber auch von Triebwerken. In den Labors und Werkhallen der Raumfahrtindustrie wird international wettbewerbsfähig geforscht, entwickelt und gefertigt, entsteht modernste Technik, wie Satelliten zur Nachrichtenübermittlung und für den Datenverkehr und werden Technologien entwickelt, die auch in anderen Produkten eingesetzt werden, wie das Antiblockiersystem für Bremsen in Fahrzeugen.

Zum Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI)

IT-Industrie

IT-Industrie

Die Informations- und Telekommunikationsbranche (IT) ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Datenverarbeitungsanlagen und Computernetzwerke sorgen für den weltweiten Austausch von elektronischen Daten in Sekundenschnelle und verbinden so entfernte Betriebsstätten miteinander. In der Computerherstellung sind Forschung und Entwicklung von zentraler Bedeutung.

Zum Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien (Bitkom)

Gießereien

Gießereien

Das Gießen von Werkstücken aus flüssigem Metall hat eine lange Tradition: Seit über fünftausend Jahren werden auf diese Weise Werkzeuge hergestellt. Damals wie heute werden hohe körperliche Anforderungen an die Gießer und ihre Helfer gestellt. Für Gießereien ist typisch, dass sie Werkstücke aus flüssigem Metall im Gussverfahren herstellen, die Produktion weitestgehend mechanisiert und automatisiert haben, einen hohen Qualitätsstandard in der Produktion haben und in Groß- oder Kleinserien produzieren. Die Produkte der Gießereien kommen meist im Maschinenbau und der Automobilindustrie zum Einsatz.

Zum Deutschen Gießereiverband (DGV)

Schienenfahrzeugbau

Schienenfahrzeugbau

Der Schienenfahrzeugbau umfasst einerseits den Neubau und die Instandhaltung von Schienenfahrwegen (Schienen, Weichen und Schwellen sowie die Signaltechnik und Fahrleitungen). Andererseits werden in diesem Industriezweig die Schienenfahrzeuge selbst hergestellt (Zügen, S-Bahnen oder Straßenbahnen). Die Branche des Schienenfahrzeugbaus setzt sich aus vielen spezialisierten Zulieferern und einigen wenigen Großunternehmen zusammen. Die Aufträge erhält die Branche zumeist von den Kommunen, Verkehrsverbünden oder der Deutschen Bahn.

Schiffbau und Meerestechnik

Schiffbau und Meerestechnik

Schiffe und Meerestechnik „made in Germany“ genießen weltweit hohes Ansehen. Ob exklusive Luxusliner, moderne Transportschiffe oder technisches Equipment zur Meeresforschung - die deutsche Schiffbauindustrie bietet Lösungen für viele Bereiche der Binnen- und Seeschifffahrt. Dazu zählen die Konstruktion, Fertigung und der Zusammenbau von ganzen Schiffsmodulen, der Umbau und die Renovierung von Schiffen sowie der Bau von Bohrinseln und schwimmenden Anlagen, wie Umweltschutzanlagen und Unterwassertechnik.

Zum Verband für Schiffbau und Meerestechnik e.V. (VSM)