Ausbildung in der M+E-Industrie

Die duale Berufsausbildung ist Erfolgsmodell und Markenzeichen Deutschlands. Mit ihrer Kombination aus Lernen in Betrieb und Berufsschule bietet sie den perfekten Einstieg ins Arbeitsleben. Von dieser Praxisnähe profitieren Unternehmen und Auszubildende.

Diese Berufe sind am beliebtesten

In Deutschland gibt es insgesamt mehr als 300 duale Ausbildungsberufe. Die Berufe sind jedoch unterschiedlich stark mit Auszubildenden besetzt. So halten Mädchen und Jungen bei ihrer Entscheidung für einen Beruf nach wie vor an den „typischen Frauenberufen“ oder „typischen Männerberufen“ fest.

2014 entschieden sich die meisten Mädchen für eine kaufmännische Ausbildung. Bei jungen Männern liegen hingegen technische Berufe wie der „Kraftfahrzeugmechatroniker“ oder „Industriemechaniker“ vorne. Rund 36 Prozent der Jungen wählten 2014 die zehn am stärksten besetzten Ausbildungsberufe; bei Mädchen waren es rund 56 Prozent.

M+E: Kreativ am technischen Fortschritt mitarbeiten

Mehr als 200.000 junge Frauen und Männer machen bereits eine Ausbildung in der Metall- und Elektro-Industrie. Dabei finden sowohl kaufmännische Talente ihren Platz als auch technisch Begabte. Kreativ arbeiten, den technischen Fortschritt vorantreiben und die eigenen Stärken einbringen – all das geht mit einer Ausbildung in der M+E-Industrie.

Struktur der Ausbildung

Über die Dauer von 21 Monaten werden in den Metall- und Elektroberufen zunächst die Kernqualifikationen, also gemeinsame Qualifikationen für alle industriellen Berufe vermittelt. So kann die flexible Einsatzmöglichkeit der Arbeitnehmer gewährleistet werden. Im zweiten Ausbildungsjahr nimmt der Anteil der Kernqualifikationen gegenüber den berufsspezifischen Inhalten mehr und mehr ab.

Auch in den vier IT-Berufen gibt es einen gemeinsamen Katalog von Kernqualifikationen, der Inhalte der Elektrotechnik und Elektronik, der Informatik und Betriebswirtschaft verknüpft. Sie werden über 18 Monate innerhalb der dreijährigen Ausbildungszeit vermittelt. Der Schwerpunkt liegt dabei im ersten Lehrjahr und nimmt mit der Ausbildungsdauer kontinuierlich ab.

Vorteile einer Ausbildung in der M+E-Industrie

Gute Bezahlung in der Ausbildung und danach

Eine Ausbildung in der Metall- und Elektro-Industrie lohnt sich: Schon während der Ausbildung ist das Gehalt in der M+E-Industrie meist höher als in anderen Branchen. Im ersten Lehrjahr beträgt die tarifliche Ausbildungsvergütung mindestens 922 Euro. Das Durchschnittseinkommen in der Branche liegt bei über 52.000 Euro (brutto) im Jahr. Hier finden Sie die aktuelle Gehaltstabelle.

Übernahmegarantie und Weiterbildungsmöglichkeiten

Die M+E-Unternehmen garantieren eine Übernahme von mindestens einem Jahr nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung. Und auch die berufliche Weiterbildung ist ein Kernanliegen der M+E-Unternehmen, um langfristig ihre Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft zu sichern. 2010 investierten die M+E-Unternehmen deshalb insgesamt rund 3,5 Milliarden Euro in Weiterbildung. Weiterbildungen zum Meister, Techniker, Fachwirt oder Betriebswirt ermöglichen die Spezialisierung auf bestimmte Fachbereiche und/oder die Übernahme von Führungsaufgaben.

Ausgewogene Work-Life-Balance

Den M+E-Unternehmen liegt viel an einer ausgewogenen Work-Life-Balance ihrer Mitarbeiter. Flexible Arbeitszeiten ermöglichen die Vereinbarung von Beruf und Privatleben. So waren laut einer Studie im Jahr 2012 77 Prozent der Mitarbeiter mit den Arbeitsbedingungen (sehr) zufrieden. 68 Prozent gaben an, stolz auf ihre Arbeit zu sein. (Quelle: Gesamtmetall)

Auch das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ ist fester Bestandteil der betrieblichen Personalpolitik. Das Engagement reicht von der betriebseigenen Kindertagesstätte und Eltern-Kind-Büros bis hin zu individuellen Lösungen.