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Ausbildungsstart

Mit der Ausbildung beginnt für Ihr Kind ein neuer Lebensabschnitt. Hier erfahren Sie, welche Rechte und Pflichten Ihr Kind hat und welche Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung es gibt.

Und damit der Ausbildungsstart ein voller Erfolg wird, geben wir Ihnen Tipps, wie Sie Ihr Kind am ersten Ausbildungstag unterstützen können.

 

Der Ausbildungsvertrag – das Wichtigste im Überblick

Ausbildungsdauer, Urlaubsanspruch, Kündigungsfrist -  alles Wichtige rund um die Ausbildung Ihres Kindes wird im Ausbildungsvertrag geregelt.

Den Ausbildungsvertrag wird vor Beginn der Ausbildung schriftlich abgeschlossen und muss von Ihrem Kind sowie dem Unternehmen unterschrieben werden. Wenn Ihr Kind noch minderjährig ist, ist Ihre Unterschrift ebenfalls gefragt!

Der Ausbildungsbetrieb schickt den Vertrag nach der Unterzeichnung an die zuständige Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer, die ihn prüft. Dadurch wird sichergestellt, dass der Betrieb für die Ausbildung geeignet ist.

Das gehört in den Ausbildungsvertrag

Lesen Sie sich den Ausbildungsvertrag sorgfältig durch, bevor Ihr Kind diesen unterschreibt. Folgende Angaben muss der Vertrag enthalten:

  • Ziel der Berufsausbildung
  • Beginn und Dauer der Ausbildung
  • Länge der Probezeit
  • Ausbildungsvergütung
  • Dauer der täglichen Arbeitszeit
  • Urlaubsanspruch
  • Ort, an dem die Ausbildung stattfinden wird
  • Informationen zur Kündigung
  • Tarifverträge, die bei der Ausbildung zu berücksichtigen sind

Ziel der Berufsausbildung

Im Ausbildungsvertrag wird bereits festgelegt, welche Fähigkeiten Ihr Kind während der Ausbildung erlernen soll. Der Ausbilder erstellt einen Ausbildungsplan (Anlage des Vertrags), in dem steht, was wann und wo vermittelt wird.

Beginn und Dauer der Ausbildung

Ausbildungen beginnen in der Regel am 01. September und dauern 3 bis 3 ½ Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen kann Ihr Kind die Ausbildung verkürzen. Dies kann bereits im Ausbildungsvertrag festgelegt werden.

 

Probezeit: 1 bis 4 Monate

Die Probezeit dauert mindestens einen Monat und darf maximal vier Monate betragen. In dieser Zeit kann Ihr Kind die Ausbildung ohne Angabe von Gründen jederzeit kündigen – das Gleiche gilt für den Ausbildungsbetrieb.

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung unterscheidet sich je nach Ausbildung, sie liegt meist zwischen 400 und 800 Euro im ersten Ausbildungsjahr. In der Metall- und Elektro-Industrie liegt der Verdienst sogar über dem Durchschnitt. Wie hoch das genaue Ausbildungsgehalt in der Metall- und Elektro-Industrie und anderen Branchen ist, erfahren Sie auf ausbildung-me.de

So lange darf Ihr Kind arbeiten

Jugendliche fallen unter das Jugendarbeitsschutzgesetz. Sie dürfen bis zu acht Stunden täglich und 48 Stunden wöchentlich arbeiten, Minderjährige nur 40 Stunden / Woche. Die Schulzeit wird auf die Ausbildungszeit angerechnet.  Der Jahresurlaub beträgt für Jugendliche 25 bis 30 Werktage, je nachdem, wie alt sie sind:

 

  • unter 16-Jährige erhalten 30 Werktage
  • unter 17-Jährige erhalten 27 Werktage
  • unter 18-Jährige erhalten 25 Werktage
  • über 18-Jährige erhalten mind. 24 Werktage

Achtung: Ist der Urlaub in Werktagen angegeben, benötigt Ihr Kind für eine Woche Urlaub 6 Urlaubstage (auch wenn nur 5 Tage die Woche gearbeitet wird!). Ist der Urlaub in Arbeitstagen angegeben, sind für eine Woche Urlaub nur 5 Urlaubstage nötig.

Kündigung

Während der Probezeit können Ihr Kind oder das Unternehmen die Ausbildung jederzeit kündigen. Danach kann Ihr Kind die Ausbildung mit einer Frist von vier Wochen kündigen – schriftlich und unter Angabe eines Kündigungsgrundes.

 

Rechte und Pflichten während der Ausbildung

Als Azubi hat Ihr Kind sowohl Rechte als auch Pflichten. Die Wichtigsten haben wir hier für Sie aufgelistet.

Diese Rechte hat Ihr Kind

Allgemeine Vergütung

Ihr Kind hat das Recht auf eine monatliche Vergütung. Dies gilt auch für die Zeit, in der es in der Berufsschule ist oder an Weiterbildungen innerhalb der Ausbildung teilnimmt. Wie hoch genau die Vergütung ist, wird im Ausbildungsvertrag festgelegt.

Arbeiten nur für das Ausbildungsziel

Auch das Ausbildungsziel wird im Ausbildungsvertrag festgelegt. Ihr Kind hat das Recht, Aufgaben, die nichts mit diesem Ausbildungsziel zu tun haben, abzulehnen. Verboten sind auch Arbeiten, die die körperlichen Kräfte Ihres Kindes übersteigen.

Kostenlose Ausbildungsmittel

Das Unternehmen, in dem Ihr Kind arbeitet, muss die für die Arbeit nötigen Materialien und Werkzeuge kostenlos zur Verfügung stellen. Dazu gehört auch eine Sicherheitsausrüstung für Ihr Kind, falls es während der Arbeit gefährlich wird.

 

 

 

 

Besondere Kündigungsmöglichkeit und Anspruch auf ein Zeugnis

Als Auszubildende(r) kann Ihr Kind die Ausbildung jederzeit mit einer Frist von vier Wochen kündigen.

Nach der Ausbildung hat Ihr Kind Anspruch auf ein einfaches Ausbildungszeugnis! Es hat aber auch das Recht auf ein qualifiziertes Zeugnis, im dem Angaben über sein Verhalten und seine Leistungen im Betrieb aufgelistet sind.

Diese Pflichten hat Ihr Kind

Lernpflicht und Freistellungspflicht

Die wichtigste Pflicht in der Ausbildung ist die Lernpflicht. Das bedeutet, dass Ihr Kind sich anstrengt und versucht, den ausgewählten Beruf zu erlernen. Für den Besuch der Berufsschule wird Ihr Kind vom Unternehmen freigestellt. Damit gehört es auch zu seinen Pflichten, die Berufsschule in dieser Zeit wirklich zu besuchen. Das Berufsschulzeugnis muss es übrigens nicht nur Ihnen, sondern auch seinem Ausbilder vorlegen.

Sorgfalts- und Bewahrungspflicht

Ihr Kind hat die Pflicht, die ihm aufgetragenen Aufgaben sorgfältig auszuführen. Zudem ist es dazu verpflichtet, mit den Geräten oder Werkzeugen des Ausbildungsunternehmens sorgsam umzugehen.

 

Krankheitsmeldung

Ihr Kind hat die Pflicht, sich bei Krankheit sofort bei seinem Ausbilder abzumelden und eine ärztliche Bescheinigung einzureichen, falls es länger als drei Tage krank ist.

Pflicht zur Verschwiegenheit

Alles, was Ihr Kind im Ausbildungsbetrieb erfährt, ist Betriebsgeheimnis! Ihr Kind muss dies also für sich behalten – gerade gegenüber Unternehmen derselben Branche.

 

Finanzierung der Ausbildung

Auch mit einem guten Azubi-Gehalt kann das Geld einmal knapp werden. Zum Glück gibt es einige finanzielle Hilfen, auf die Ihr Kind während der Ausbildung zurückgreifen kann.

Kindergeld

Bis zu seinem 25. Geburtstag steht Ihnen Kindergeld für Ihr Kind zu. Für die ersten zwei Kinder erhalten Sie jeweils 184 Euro, für ein drittes Kind 190 Euro und für jedes weitere Kind 215 Euro.

Hier finden Sie ein Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit zum Thema Kindergeld.

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Wenn Ihr Kind nicht mehr bei Ihnen wohnt, weil der Ausbildungsbetrieb zu weit entfernt ist, kann es für seine Ausbildung Berufsausbildungsbeihilfe beantragen. Dies ist eine Förderung der Agentur für Arbeit. Dazu muss folgendes zutreffen:

 


  • Es ist die erste Ausbildung
  • Es ist eine staatlich anerkannte Ausbildung

Die Höhe der BAB hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B. von der Ausbildungsvergütung Ihres Kindes und von der Höhe Ihres Einkommens. Die genaue Höhe können Sie im BAB-Rechner der Bundesagentur für Arbeit errechnen.

Den Antrag auf BAB stellen Sie bei der Agentur für Arbeit in der Stadt, in der Ihr Kind seinen Wohnsitz hat.

Tipp: Stellen Sie den Antrag frühzeitig, denn der Anspruch auf BAB gilt erst ab dem Monat, in dem der Antrag eingeht!

Wohngeldzuschuss

Falls die Berufsausbildungsbeihilfe abgelehnt wurde, kann Ihr Kind einen Mietschuss für die eigene Wohnung beantragen. Voraussetzung für den Wohngeldzuschuss ist, dass Ihr Kind über 18 Jahre alt ist und nicht mehr zu Hause wohnt. Den Antrag für den Wohngeldzuschuss muss Ihr Kind bei der Wohngeldstelle der Gemeinde stellen, in der sich die Wohnung befindet.

Unterhaltspflicht der Eltern

Als Eltern sind Sie Ihren Kindern gegenüber unterhaltspflichtig. Das gilt natürlich insbesondere dann, wenn Ihr Kind keine Berufsausbildungsbeihilfe bekommt, weil Sie zu viel verdienen.

Nebenjob

Ihr Kind kann sich auch noch einen Nebenjob suchen – darunter sollte aber auf keinen Fall die Ausbildung leiden! Zudem muss es seinen Ausbilder darüber informieren.

Außerdem wichtig: Mit einem Nebenjob steigt auch das Einkommen – und damit verlieren Sie bzw. Ihr Kind mitunter den Anspruch auf Kindergeld, Wohngeld oder Berufsausbildungsbeihilfe.  Am besten eignet sich ein 400-Euro-Job, denn der Verdienst daraus wird nicht auf die Berufsausbildungsbeihilfe angerechnet.

 

Der erste Tag als Auszubildende(r)

Mit dem ersten Tag der Ausbildung beginnt für Ihr Kind ein neuer Lebensabschnitt. Bei der Vorbereitung darauf können Sie es unterstützen

Informieren Sie sich gemeinsam

Setzen Sie sich schon vor dem Ausbildungsstart mit Ihrem Kind zusammen und sammeln Sie Informationen über den Betrieb. Wie viele Mitarbeiter und andere Azubis gibt es? Welche Produkte werden hergestellt und wer sind die Kunden? Welchen Eindruck hatte Ihr Kind im Vorstellungsgespräch von seinen Gesprächspartnern und dem Arbeitsklima? Hat Ihr Kind seine/n Ausbilder/in vielleicht sogar schon kennengelernt? So ist Ihr Kind vorbereitet und kann sich sicherer fühlen.

Pünktlich sein!

Die goldene Regel für den ersten Ausbildungstag lautet: Pünktlich sein! Unterstützen Sie Ihr Kind, indem Sie vorher schon einmal gemeinsam den Weg zur neuen Arbeitsstätte fahren oder gehen. So stellen Sie sicher, dass Ihr Kind auch am ersten Tag pünktlich ankommt.

 

Ersten Überblick verschaffen

In den ersten Tagen kann Ihr Kind erst einmal beobachten: Wie verhalten sich die neuen Kollegen, welche Kleidung tragen sie und wer kommt mit wem gut aus? So kann es sich einen Überblick verschaffen und sich daran orientierten.

Fragen, fragen, fragen!

Gerade in der Anfangszeit gibt es bestimmt viele Dinge, die Ihr Kind noch nicht weiß oder noch nicht direkt versteht. Deshalb gilt: Keine Scheu vor falschen Fragen! Schließlich zeigt dies das Interesse Ihres Kindes.

Notizen machen

Da Ihr Kind sehr viel Neues lernen wird, hilft es, sich am Anfang alles Wichtige zu notieren. Dies hilft außerdem später auch dabei, das Berichtsheft zu führen. Übrigens: Auch wer freiwillig seine Hilfe anbietet, wenn er mit den zu erledigenden Aufgaben schon fertig ist, macht einen guten Eindruck!

Diese Unterlagen braucht Ihr Kind am ersten Tag

Am ersten Arbeitstag muss Ihr Kind folgende Unterlagen mitbringen:

  • Informationen zur Krankenversicherung. Als Azubi ist Ihr Kind nicht mehr wie bisher über Sie mitversichert. Deshalb sollte es so früh wie möglich eine Krankenversicherung auswählen. Am ersten Tag nimmt ihr Kind dann am besten seine Versichertenkarte oder eine Kopie mit, denn darauf stehen alle wichtigen Informationen.
  • Sobald Ihr Kind eine Krankenversicherung abgeschlossen hat, erhält es auch einen Sozialversicherungsausweis. Die Sozialversicherungsnummer benötigt das Unternehmen ebenfalls am ersten Tag.
  • Die Steueridentifikationsnummer. Die bisherige Lohnsteuerkarte wird 2013 durch die elektronische Lohnsteuerkarte abgelöst. Dafür benötigt der neue Arbeitgeber die Steueridentifikationsnummer. Falls Ihr Kind diese noch nicht kennt, kann es sie beim Bundeszentralamt für Steuern beantragen.
  • Eine Bankverbindung. Schließlich überweist das Unternehmen die Ausbildungsvergütung monatlich. Am ersten Tag sollte Ihr Kind Kontonummer, Bankleitzahl und Namen der Bank parat haben. Vergleichen Sie am besten die Angebote verschiedener Banken - für Azubis fallen in der Regel keine Kontoführungsgebühren an.
  • Eine ärztliche Bescheinigung.  Jugendliche unter 18 Jahren müssen schon vor Ausbildungsstart eine ärztliche Bescheinigung vorlegen. Hier ist der Hausarzt die richtige Adresse, der bescheinigt, dass von ärztlicher Seite keine Bedenken gegen die Berufsausbildung bestehen.
  • Abschlusszeugnis der Schule. Hat Ihr Kind sein Abschlusszeugnis schon dem neuen Arbeitgeber ausgehändigt? Wenn nicht, sollte es auch dies am ersten Ausbildungstag mitbringen.
 

Worüber Ihr Kind sich außerdem informieren sollte

  • Haftpflichtversicherung

Wenn Sie eine private Haftpflichtversicherung haben, prüfen Sie, ob Ihr Kind dort während seiner Ausbildung mitversichert ist. Andernfalls sollte es selber eine private Haftpflichtversicherung abschließen. Diese übernimmt die Kosten für Schäden, die Ihr Kind aus Unachtsamkeit einem anderen Menschen oder Sachen zufügt.

  • Vermögenswirksame Leistungen

Viele Arbeitgeber bieten vermögenswirksame Leistungen an - das sind Sparbeträge, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer anlegt. Motivieren Sie Ihr Kind, seinen Arbeitgeber danach zu fragen.

  • Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte man am besten abschließen, so lange man noch jung und gesund ist. Sie hilft dann, wenn Ihr Kind wegen einer Krankheit den Beruf nicht mehr ausüben kann. Vergleichen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind verschiedene Angebote und lassen Sie sich beraten.

  • Ticket für Bus und Bahn

Als Azubi und Berufsschüler/in kann Ihr Kind das Monatsticket meist zu einem ermäßigten Preis bekommen. Kümmern Sie sich rechtzeitig darum, so dass das Ticket zum Ausbildungsstart schon vorliegt.

Ansprechpartner während der Ausbildung

Während der gesamten Ausbildung steht der Ausbilder/ die Ausbilderin Ihrem Kind als Ansprechpartner/in zur  Seite. Sollte es hier einmal Probleme geben, dann helfen die Berufsberater im Berufsinformationszentrum (BIZ) oder die Ausbildungsberater der Industrie- und Handelskammern weiter. Zweifelt Ihr Kind generell an der Ausbildung, kann hier auch geklärt werden, ob ein Ausbildungswechsel in Frage kommt.

Generell sind Sie natürlich der wichtigste Ansprechpartner / die wichtigste Ansprechpartnerin für Ihr Kind! Während der gesamten Ausbildung benötigt es Ihre Unterstützung, Motivation und Ihren Rat.

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